04. April.2025
Der Ausgangspunkt unserer Wanderung war der Bärenkogel Parkplatz (Koordinaten: 47.56634499684878, 15.686209981403362)
Anreise mit dem Auto:
S6 Semmeringschnellstraße Richtung Bruck/Mur. Bei der Ausfahrt "Mürzzuschlag West" abfahren und rechts halten.
Schild "Ganztal" Nach wenigen Metern links (über die Abfahrt Mürzzuschlag West aus Bruck/Mur kommend) Richtung "Ganztal". Danach sofort rechts halten und dem Schild "Ganzalm" folgen. Von hier sind es 4,6 km auf der sehr schmalen aber dennoch asphaltierten Bergstraße. Die Straße wechselt zwischen Wald und Wiesen. Sie führt an einigen Bauernhöfen vorbei ehe wir den Parkplatz erreichen.
Wenn Ihr den Bärenkogelparkplatz erreicht habt, vergesst bitte nicht, beim Parkscheinautomat (gleich links bei der Einfahrt) einen Parkschein zu kaufen. Kosten für Tagesparker: € 4
Wir starten unsere Wanderung der Forststraße entlang. An einem Schranken vorbei steigt es leicht an. Im Sommer ist der Schranken offen und man kann bis zum Ganzalm Haus zufahren.
Nach 1,3 km (1.231 Hm) steht links neben der Straße ein Wegweiser, welcher den Weg zur "Ganzalm" weiter über die Forststraße anzeigt. Folgt Ihr weiter dieser Straße mit der Nummer "742" kommt Ihr nach ~ 1,5 km zum Ganzalm Haus.
Ihr könnt aber, so wie wir, bei dieser Tafel gerade, bergauf, in den Wald hinein gehen. Dieser Weg ist zwar nicht markiert aber sehr stark ausgetreten und zudem begleitet er einen teilweise verwachsenen Hohlweg.
Nach ~ 800m und 150 Hm mündet dieser Steig in einen Weg mit weiß-schwarzer Markierung ein. Diesem Weg folgt Ihr nach rechts, kommt kurz darauf auf die unbewaldete Alm und könnt schon das Ganzalm Haus vor Euch sehen. Dieses Haus gehört den Naturfreunden und lädt zu einer Rast ein. (Auch sehr gut für Kinder geeignet. Spielplatz vor dem Haus) Wir setzen an diesem Tag unsere Wanderung ohne Rast fort.
Wir halten uns weiterhin bergauf, gehen zwischen mehreren Almhütten hindurch bevor wir an der Schilcherhütte vorbei (letzte Hütte links), ein großes Weidetor passieren. Nach dem Tor (bei Weidebetrieb ab Ende Mai immer geschlossen halten!) findet Ihr rechts ein echt steirisches Kuha - Hotel :-)
Wir orientieren uns am Wegweiser "Roseggerhaus" und gehen bergauf. (immer Richtung Süd-Ost, den Windrädern entgegen) Im Sommer ist in diesem Bereich Weidebetrieb. Das heißt für alle Hundebesitzer besondere Vorsicht. Zu diesem Thema kommen wir aber in einem anderen Blog.
Nun lohnt sich ein Blick zurück. Schneeberg - Raxalpe - und Schneealpe bilden den Horizont.
Wir gehen weiter Bergauf, immer die Windräder vor uns und erreichen nach ~ 800m in einer Höhe von 1.496 m einen Wegweiser "Amundsenhöhe" unserem heutigen Tagesziel.
Schon bei der Ganzalm hat an diesem frühen Apriltag der Schnee begonnen. Ab diesem Wegweiser wurde es sehr mühsam, da wir unsere Gamaschen nicht mit hatten und der Schnee eine Höhe von 40 cm erreichte. (Richtige Bekleidung und Ausrüstung behandeln wir in einem anderen Blog)
Da meine Freundin Sabine die Jüngere ist (wesentlich 😘), ließ ich Ihr gerne den Vortritt und sie spurte brav weiter Bergauf immer Richtung Süd-Ost, und immer die Windräder vor Augen.
Wir querten 3 mal Güterwege, bzw. Versorgungsstraßen für die Windräder.
Nun kommt Ihr den Windrädern immer näher. Achtet bitte auf das Wetter. Besonders gefährlich ist gefrierender Regen und nasser Schnee, welcher sich auf den Rotorblättern der Windräder anlegen kann und dann durch die Fliehkraft weggeschleudert werden kann. !Achtung: Lebensgefahr!
Aus diesem Grunde werdet Ihr bei der letzten Wegquerung darauf hingewiesen und auf einen "Umgehungsweg" verwiesen.
Am Tag unserer Wanderung herrschte aber traumhaftes Frühjahrswetter und so konnten wir weiter gerade Richtung S-O unseren Anstieg fortsetzen, wo wir nach ~2 km (ab Ganzalm Haus) in 1.660 Hm die Amundsenhöhe erreichten.
Hier lässt es sich wunderbar rasten und man hat einen herrlichen Rundumblick. Unzählige Holzschilder weisen auf die jeweiligen Gipfeln der umliegenden Berge hin.
Von hier aus ist es nicht mehr weit zum "Roseggerhaus" (derzeit leider geschlossen) zur Peter-Bergner-Warte auf der Pretul oder zum Moschkogel. Auch die Moschkogel Hütte, bei Weidebetrieb bewirtschaftet, lädt zu einer sehr guten Jause und und Unterhaltung durch einen extrem lustigen und trinkfesten Halter (Hermann) ein.
Da uns aber der hohe Schnee und die fehlenden Gamaschen nicht weiter gehen ließen, beschlossen wir, den selben Weg zurück zum Bärenkogelparkplatz zu nehmen und nicht, wie sonst üblich eine Runde zu gehen.
Von nun an den selben Weg, welchen wir gekommen sind, retour Richtung Nord-West, immer Rax und Schneealm vor uns, geht es bergab, bis wir nach ca. 2 km wieder beim Kuha-Hotel und der Schilcherhütte, auf der Ganzalm ankamen.
Dort angekommen hatten wir das "Glück" dass auf der Schilcherhütte mehrere Bauern der Weidevereinigung Langewang einen fröhlichen Tag verbrachten.
Überaus freundlich wurden wir auf ein, zwei, drei... Getränke eingeladen, bevor wir unseren Rückweg fortsetzen konnten. (Daher auch auf der Routenaufzeichnung die lange Zeit für diese kurze Wegstrecke)
Diesmal gingen wir aber nicht den unmarkierten Steig durch den Wald, welchen wir bei Aufstieg wählten, sondern orientierten uns an der Forststraße, welche direkt zu Parkplatz führte. Nach ~ 2,8 km waren wir müde und mit nassen Schuhen zurück bei unserem Auto.
Von Mai bis September, solange Weidebetrieb herrscht, gibt es wirklich sehr gute Einkehrmöglichkeiten. Auch für Kinder geeignet.
Viel Spaß beim Nachgehen!
Vielleicht sehen wir uns ja mal oben.
Euer Bergferdl
Peter-Bergner Warte auf der Pretul:
Koordinaten: 47.551166999299674, 15.743550992699394
Die Aussichtswarte bietet einen wunderbaren Ausblick in alle Himmelsrichtungen.Benannt ist sie nach einem Hüttenwirt der Region, welcher 1904 Opfer eines Raubmörders wurde. Ca. 15 Gehminuten entfernt befindet sich das Roseggerhaus, wo man sich entweder nur stärken aber auch nächtigen kann.
Amundsenhöhe
Koordinaten: 47.55148211647716, 15.737782548745113
Der höchste Punkt der "Fischbacher Alpen". Sie wurde nach dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen benannt.
...