02.05.2025
Unsere heutige Tour führt uns, ausgehend vom Parkplatz der Sesselbahn in Losenheim (47.791444855152946, 15.840748900501199; Parkgebüht 6 €) über den Fadensteig zum Klosterwappen am Hochschneeberg.
Der Abstieg erfolgt über den Wurzengraben, Ochsenboden zurück nach Losenheim.
Da meine Bergpartnerin und zugleich Lebensgefährtin verletzt ist, musste ich die Tour leider alleine bestreiten.
Ich startete die Tour um 07:00 Uhr am Parkplatz in Losenheim. Der Beschilderung Richtung Edelweisshütte folgend (gelbe Markierung) erreichte ich nach 45 Minuten die Hütte auf 1.234hm.
Ohne einzukehren, jedoch nach einer kleinen Drinkpause (alleine macht das wenig Spaß) folgte ich der Markierung Richtung "Fadensteig".
Das Wetter war so klar und die Sicht so gut, dass ich am Horizont im Osten den Neusiedlersee glitzern sehen konnte.
Um 08:20 Uhr war ich beim Einstieg zum Fadensteig in einer Höhe von 1.449 hm. Die Felsen vor mir strahlten in der Sonne und es war weit und breit kein anderer Bergsteiger zu sehen. Die Aussicht, die Ruhe und die Felswand vor mir waren herrlich.
Nachdem ich, um die Hände frei zu haben, meine Bergstöcke am Rucksack befestigt hatte, stieg ich in die Felsen ein. Zügig ging es durch den griffigen Fels steil bergauf.
Teilweise, speziell bei den schattigen Querungen, welche aber mit einem Stahlseil versichert sind, war es sehr rutschig, da noch Reste von Schnee darin lagen.
Um 09:20 Uhr erreichte ich den Ausstieg aus dem Fadensteig in einer Höhe von 1.775 hm.
Nach einer kurzen Pause und Stärkung, auch die Stöcke wurden wieder aus dem Rucksack geholt und aktiviert, ging es nach links weiter. (Beim Ausstieg gibt es keine Beschilderung)
Um 10:30 Uhr passierte ich die noch im Winterschlaf befindliche Fischerhütte auf 2.049 hm. 15 Minuten später erreichte ich das Gipfelkreuz auf 2.078 hm.
Bis hier hin habe ich nur 2 Personen getroffen welche die selbe Route wie ich zum Gipfel gewähl hatten.
Nun aber war es mit der Ruhe vorbei. Vom Damböckhaus herauf (Nähe zur Bergstation der Zahnradbahn) zogen Ströme von Wanderern Richtung Gipfel.
Es lag noch sehr viel Schnee rund um das Klosterwappen und der Wind pfiff eisig aus Nordwest. Es war wieder einmal faszinierend zu beobachten, mit welcher "Strandkleidung" viele der Wanderer unterwegs waren.
Hier wieder einmal mein Appell: Seht euch vor einer Bergtour bitte die Wettervorhersage und den Windbericht an Eurem Ziel an! Für Wien waren an diesem Tag Teperaturen von 25° und mehr prognostiziert. Dort wäre diese Bekleidung auch ausreichend gewesen. Am Gipfel hatte es nur circa 5 Grad und Windspitzen bis 50 km/h!
Nach einer ausgiebigen Jause verließ ich um 11:30 Uhr den Gipfel Richtung Westen in den Wurzengraben. Dieser führt relativ steil bergab. Da es die Westflanke des Hochschneeberg ist, lag noch sehr viel Schnee in den Rinnen. Der Steig endet bei der Bergrettungshütte Heinrich-Krempel-Hütte auf 1.558 hm. Diese erreichte ich um 12:50 Uhr. Der Weg führt dann noch eine kurze Zeit durch einen etwas unheimlichen Wald (sehr viel Totholz, Moder, Fäulnis) ehe er in eine Forststraße mündet welche ich auf 1.470 hm um 13:10 Uhr erreichte.
Auf der Forststraße orientierte ich mich nach Rechts und folgte dieser ca 2 km. (Es gibt einen Wanderweg durch den Wald, welcher die Serpentinen der Schotterstraße abkürzen würde).
Ich blieb aber auf der Forststraße, bis ich den Wegweiser "Edelweisshütte" auf 1.246 hm nach Rechts sah.
Von dort an folgte ich den eben, durch den Wald dahin führenden Steig, bis ich nach 30 Minuten auf 1.234 hm die Edelweisshütte erreichte. Es war nun 14:30 Uhr. Ohne Rast ging es auf der Versorgungsstraße weiter Richtung Almreserlhaus. Kurz bevor die Straße zu steigen beginnt, stieg ich über den Weidezaun und folgte der Beschilderung "Losenheim" wo ich um 15:15 Uhr mein Austo erreichte.
Es war seit langem wieder einmal ein Tour mit mehr al 1.000 hm, aber...
ohne Sabine nur halb so schön.
Viel Spaß beim Nachgehen.
Bis dahin, Berg Heil Euer Bergferdl